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Energiespartipps der Gemeinde Everswinkel

Nicht immer muss es gleich die große Maßnahme sein. Jeder kann nach Umschau im eigenen Haus mit geringem Aufwand und Kosten bereits eine Menge unternehmen und den Energieverbrauch senken.

Der mit Abstand höchste Energieverbrauch im Privathaushalt entsteht durch die Brauchwassererwärmung für die Heizung und Warmwasserversorgung. Daher lohnt hier ein erster Blick.

Eine Überprüfung der Elektrogeräte und der Beleuchtung lohnt sich immer und führt unter Beachtung der dargestellten Tipps zur Reduzierung des Stromverbrauches.

Wie legen Sie Ihre Wege zurück? Muss es innerhalb des Wohnortes immer das Auto sein? Auf den ersten Kilometern ist der Verbrauch und der Verschleiß durch den kalten Motor stark erhöht und der Katalysator noch nicht wirksam. Schauen Sie sich die Umwelttipps im Bereich Mobilität an!


 

Gebäude

Energiesparmaßnahmen, günstig und schnell gemacht

  • Zimmertemperatur um 1°C senken bringt eine Energieeinsparung von 6% 
  • Nachtabsenkung der Heiztemperatur auf 16 °C kann bis zu 5 % der Heizkosten einsparen
  • Alle Warmwasserleitungen und Heizungsrohre prüfen und ungedämmte Rohre dämmen
  • Tür-, Fensterdichtungen und Siliconfugen an Fenstern bei Bedarf erneuern, ggf. Scheibe austauschen gegen neue Wärmeschutzverglasung
  • Reflektierende Fensterfolien aufbringen
  • Rollokasten wenn möglich zusätzlich mit Styropor dämmen
  • Alte Umwälzpumpe der Heizung gegen neue Umwälzpumpe mit geringerem Verbrauch austauschen (Einsparpotenzial bis 80,- € im Jahr)
  • Thermostatventile guter Qualität einbauen bzw. Altgeräte auf Funktion prüfen

     Tipp: mit elektronischen Heizkörperreglern kann die Temperatur in

     verschiedenen Räumen unterschiedlich gesteuert werden

  • Zirkulationspumpe mit einer Zeitschaltuhr steuern und nur bei Bedarf laufen lassen
  • Heizung regelmäßig warten
  • Nachts Rolläden und Vorhänge schließen
  • Heizung auf Sommerbetrieb stellen
  • Heizung auf Ferienbetrieb umstellen bzw. im Urlaub ausstellen
  • Stellen Sie Heizkörper nicht mit Möbeln zu und hängen Sie keine Gardinen vor Ihre Heizkörper
  • Dämmung von Heizkörpernischen

Wärmeverluste reduzieren durch richtiges Lüften

  • Fenster ganz öffnen mit Querlüftung, Lüftungsdauer weniger als 3 min; Raumoberflächenkühlen nicht aus
  • Möglichst vermeiden sollte man das Lüften der Fenster in Kippstellung; Raum und Oberflächen kühlen aus und im Winter besteht Gefahr von Schimmelbildung an den Leibungen

Stromverbrauch und Elektrogeräte

  • Mit einem Strommessgerät, das man im Fachhandel ausleihen kann, die Stromfresser identifizieren und ggf. austauschen
  • Stand-by-Verluste mit Steckerleiste mit Ein-Aus-Schalter reduzieren (Vorsicht: Manche Geräte müssen neu programmiert werden) Einsparung bis 50 € jährlich
     Tipp: Schon beim Kauf von Geräten auf Stand-by-Verluste achten
  • Lassen Sie Ladegeräte für Handys, Akkus etc. nicht in der Steckdose, sie ziehen immer Strom
  • Plasmafernseher erzeugen ihr brillantes Bild mit viel Strom
  • bei längerem Verlassen eines Raumes Lampen und Elektrogeräte ausschalten
  • Akkus statt Batterien kaufen

Beleuchtung

  • Energiesparlampen statt Glühbirnen
  • Einsparung je Leuchtmittel bis 100,- € auf die Lebensdauer der Energiesparlampe (ca. 10.000 Std.) gerechnet
  • Bewegungsmelder bei Außenbeleuchtung, alternativ als Solarlampe
  • Verteilen Sie die Lichtquellen in großen Räumen so, dass Sie einzelne Aufenthaltsbereiche beleuchten können
  • Halogenniedervoltlampen sind keine Sparlampen und in vielen Fällen zieht ihr Trafo dauerhaft Strom
  • Halogenstrahler sind Stromfresser, das ist an ihrer Wärmeabstrahlung zu spüren
  • Ein heller Raum mit lichtreflektierenden Oberflächen benötigt weniger Licht

In der Küche

  • Haushaltsgeräte Klasse A, A+, A++ und Gefrierschrank A++ = Einsparung bis 50,- € jährlich gegenüber B Gerät / Geschirrspüler AAA ( 4 Pers.) = Einsparung bis 100,- € jährlich
  • Den Kühlschrank nicht direktem Sonnenschein aussetzen oder neben Geräte stellen, die Wärme abstrahlen wie Heizkörper oder Herd
  • Temperaturen der Kühlgeräte anpassen. Kühlschrank nicht kälter als 7°C, Tiefkühlschrank nicht kälter als –18°C
  • Kühlschrank nur kurz öffnen
  • Lebensmittel abkühlen lassen, bevor sie im Kühlschrank aufbewahrt werden
  • Eingefrorenes im Kühlschrank auftauen lassen
  • defekte Kühl- und Tiefkühlschrankdichtungen erhöhen den Stromverbrauch, Ersatzdichtungen gibt es im Fachhandel
  • Kochplatten aus Glaskeramik ersparen gegenüber konventionellen Kochplatten 25%
  • Alternativen zur Elektrizität: Gasherd und feste Brennstoffe
  • Beim Kochen den Deckel auf dem Topf lassen, so entweicht keine unnötige Energie
  • Ein Wasserkocher ist sparsamer als eine Herdplatte, beim Kauf auf Stromverbrauch achten
  • Kaffee in Thermoskannen und nicht auf der Kaffeemaschine warm halten
  • Spülmaschine: Verzichten Sie auf Vorspülen unter heißem Wasser, es genügt die Speisereste zu entfernen um das Geschirr dann in die Spülmaschine zu platzieren
  • Nur eine volle Spülmaschine anstellen. Am besten im Sparprogramm
  • Mikrowelle selten nutzen, sie braucht viel Strom

Beim Waschen

  • Bei den heutigen guten Waschmitteln kann mit niedriger Temperatur gewaschen werden. 60°C statt 90°C ergibt eine Stromersparnis von ca. 50%. 40°C statt 60°C ergibt eine weitere Einsparung um ca. 50%
  • Leicht verschmutzte Wäsche bei niedrigen Temperaturen und ohne Vorwaschprogramm waschen, Flecken immer sofort entfernen, ggf. mit Gallseife vorbehandeln
  • Füllen Sie die Maschinen – außer bei Fein- und Wollwäsche – immer möglichst voll. An die Spartaste denken, wenn vorhanden
  • Wäsche vor dem Trocknen gründlich schleudern (hohe Umdrehungszahl)
  • Wäsche auf der Leine trocknen, Wäschetrockner nur bei schlechtem Wetter nutzen
  • Wenn im Anschluss an den Trockenvorgang gebügelt wird, Wäsche nur bügelfeucht trocknen
  • nach jedem Trocknungsgang Flusensieb reinigen und Kondenswasserbehälter entleeren

Im Büro bzw Zuhause

  • Ein Laptop verbraucht bei einem Betrieb von 8 Std. täglich pro Jahr 50,- € Strom, ein PC 150,- € pro Jahr.

     Tipp: Bei längerer Nichtnutzung den PC herunterfahren. Bei kurzen

     Unterbrechungen einfach nur den Bildschirm abschalten. Geht auch

     automatisch über die Energieeinsparfunktion des Rechners

  • Schalten Sie Scanner etc. erst an, wenn die Geräte benötigt werden
  • Der Bildschirmschoner sollte möglichst dunkel und grafisch anspruchslos sein, dann wird weniger Energie benötigt

Wasserverbrauch reduzieren

  • Durchflussmenge der Wascharmaturen reduzieren mit 3 Liter- bzw. 6 Liter-Perlatoren
  • Standardarmaturen liegen bei 9 bis 15 Litern pro Minute
  • Sparduschköpfe einbauen, Wasser- und Energieverbrauch werden um ca. 50% reduziert
  • WC mit 6 Liter-Spülkasten incl. Start- und Stoptaste ausrüsten
  • Duschen statt Baden, das Heißwasser für ein Vollbad reicht für 3mal duschen
  • In der Urlaubszeit möglichst die Warmwasserbereitung ausstellen
  • Wasser beim Zähneputzen nicht durchlaufen lassen

Mobilität

  • Kurzstrecken unter 4 km nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad zurücklegen oder auch mal wieder zu Fuß gehen. Kalte Autos verbrauchen überdurchschnittlich viel Sprit und der kalte Katalysator reinigt die Abgase nicht
  • Grundsätzlich ÖPNV bevorzugen
  • Kurzstreckenflugreisen sollten vermieden werden, stattdessen lieber mit der Bahn fahren
  • Insgesamt weniger fliegen, da der CO2-Ausstoß in 10.000 m Höhe viermal mehr Schaden anrichtet als unten auf der Erde
  • Elektrofahrzeuge, die mit Ökostrom geladen werden, sind absolut CO2-neutral
  • Alternativen zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor prüfen.
  • Beim nächsten Autokauf auf einen geringen CO2-Ausstoß und geringen Verbrauch achten
  • Durch treibstoffsparendes Autofahren (Verzicht auf hohe Drehzahlen und hohe Autobahngeschwindigkeiten) kann der Treibsoffverbrauch um bis zu 20 % verringert werden
  • Unnötiges Gewicht aus dem Fahrzeug entfernen und Reifendruck prüfen
  • Dachgepäckträger und Dachgepäckbox nach Gebrauch umgehend wieder demontieren (Zusätzlicher Verbrauch auf 100 km ca. 1 Liter Treibstoff)

Weitere Energietipps

  • Fleischverzehr reduzieren, denn die Fleischproduktion ist wesentlich energieaufwändiger als die Herstellung von pflanzlicher Nahrung
  • Beim Essen Produkte aus der Region kaufen
  • Saisonale Produkte kaufen
  • Auf Nachfüllpackungen achten
  • Mehrwegtaschen und Mehrwegflaschen verwenden
  • Müll trennen, denn durch das Recyclen von Rohstoffen wird Energie eingespart

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