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Up’n Hoff – Everswinkels Mitmach Museum

SELBST HAND ANLEGEN

 

Die Geschichte der Idee zum Mitmach Museum ist schnell erzählt.

Es war einmal...

die Bitte an den Heimatverein: „Gibt es nicht irgendetwas, was man für die Gäste im Ort anbieten kann, was interessant ist, was Spaß macht?“

Das war die Geburtsstunde der historischen Landmaschinen- und Gerätesammlung des Bürgerschützen- und Heimatvereins (BSHV). Und – darauf aufbauend – der Mitmach-Vorführung „Vom Korn zum Brot“.

Der Dauerbrenner: „Vom Korn zum Brot“ – das Mitmach-Programm für alle

Mitmachen ist Programm

Weil stumme Maschinen aber keine Geschichte(n) erzählen können und sowieso immer schon von Menschenhand bedient wurden, wurden sie in Everswinkel auch vorgeführt. Und damit die Zuschauer Geschichte auch wirklich spüren können, durften sie gleich selbst mit Hand anlegen.

Eigentlich gab es das Mitmach Museum also schon vom ersten Tag an.

Dabei kommt man ganz schön ins Schwitzen Auch die Kleinsten können mitmachen
 

Schon 10 Jahre später...

war es in der Scheune auf dem Hof Schulze Kelling, wo die Sammlung untergebracht war, viel zu eng geworden. Vor- und Nachbereitung einer Vorführung glichen einem stundenlangen „Möbelrücken“, die Zuschauer waren trotzdem eingezwängt. Es fehlte an Raum zur Entfaltung.

historischer Strohhächsler in Aktion

 

Dabei dokumentierte die Sammlung mittlerweile die historische Entwicklung des Produktionsprozesses „Vom Korn zum Brot“ nahezu lückenlos. Auch standen und stehen viele der gesammelten Geräte und Maschinen unter Denkmalschutz.

 

Aufbruch

Daraufhin machten sich vier Partner gemeinsam auf, um sich im Rahmen der „Regionale 2004 links und rechts der Ems“ um Fördergelder zu bewerben: für Neu- und Umbauten auf dem Hof Schulze Kelling – für ein Mitmach Museum: Die Gemeinde Everswinkel, der Bürgerschützen- und Heimatverein, der Verkehrsverein und die Freie Waldorfschule Everswinkel, die im Jahr 2000 auf das Nachbargrundstück gezogen war.

Eröffnung 2004

 

Nach über fünf Jahren intensiver Vorbereitungen konnte am 17.07.2004 schließlich in einem ersten Bauabschnitt der Museumsneubau – die sogenannte „Feldscheune“ – und das angrenzende Treppenhaus als moderne Verbindung zwischen Scheune und Speicher eröffnet werden.

das moderne Treppenhaus     endlich Platz!

 

Bevor in einem zweiten Bauabschnitt der alte Speicher in Angriff genommen wurde, gab es zunächst eine mehrjährige Baupause, um erst einmal den laufenden Museumsbetrieb aufzubauen.

 

Lernen durch eigenes Erleben

Gewusst wie! Bei älteren Technologien kann man oft noch in die Maschine hineinschauen und ihre mechanische Funktionsweise durch eigene Anschauung nachvollziehen.

Welches Getreide ist das?

Was kommt ins Brot? Verschiedene Getreidesorten: wie sie am Halm und als Korn aussehen, und wofür sie benutzt werden.

Kinder tragen ihre Garben zum Dreschplatz Aktionssonntag "Kartoffeln legen"
 

Linkes Bild: Am Aktionssonntag „Erntedank“, der alljährlich zum Ende der Saison stattfindet, steht zunächst die „Arbeit“ vor dem gemeinsamen Hochziehen der Erntekrone.
Rechtes Bild: 2007 drehte sich ein Jahr lang alles um das Thema Kartoffel. Die Saison begann darum mit einem Aktionssonntag „Kartoffeln legen“.

 

Dann: der Fund!

Maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung des Speicher-Erdgeschosses sowie die weitere Konzeption der Museumsarbeit nahm der Fund eines alten – intakten! – Steinbackofens.

leckeres frisches Steinofenbrot Eröffnung des restaurierten Speichers
 

Ein Jahr dauerten die Arbeiten am Speicher – wiederum mit viel Muskelhypothek seitens der Mitglieder des BSHV unterstützt. Am 19.04.2008 – pünktlich zum Saisonauftakt – konnte eröffnet werden: zum ersten Mal mit frischem Steinofenbrot – seither ein Renner an jedem Aktionssonntag.

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Everswinkel für...

Steinofenbrot

 

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