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Everswinkel hat sich hervorragend entwickelt

Zahlreiche Eindrücke nahm Landrat Dr. Olaf Gericke von seiner Sommerradtour durch Everswinkel mit. „Es war beeindruckend zu sehen, wie hervorragend sich dieser Ort in den vergangenen Jahren entwickelt hat“, zog der Landrat ein positives Fazit. Bei seiner Tour wurde er von Kreiskämmerer Dr. Stefan Funke, Bau- und Umweltdezernent Carsten Rehers, seinem persönlichen Referenten Michael Ottmann und gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann begleitet.

„Wir wollen uns ein Bild von den vielen Projekten machen, bei denen wir als Kreis eng mit den Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Da ist ein Besuch vor Ort oft nützlicher als ein dreimaliges Aktenstudium am Schreibtisch“, erklärte Landrat Dr. Gericke den Sinn der sommerlichen Radtouren durch den Kreis. In Everswinkel begrüßte Bürgermeister Sebastian Seidel die Gruppe zusammen mit Dorothea Pottebaum (Haupt- und Personalamt), Jacqueline Pham (Finanzen/Liegenschaften), Thomas Stohldreier (Ordnung, Soziales, Schule und Kultur) sowie Bernd Schumacher (Tiefbau und Umwelt). Viele informative Stopps warteten auf die Teilnehmer. Am neuen Anschlusspunkt am Nienkamp, von dem aus 600 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden können, informierte sich die Gruppe über den weit vorangeschrittenen Glasfasernetz-Ausbau in der Gemeinde.
 
Das im Bau befindliche Flüchtlingsheim am Pattkamp war die nächste Station. „Anfang 2018 soll es fertig sein. Bevor Personen einziehen, laden wir die Bürgerinnen und Bürger zur Besichtigung ein“, berichtete Bürgermeister Sebastian Seidel. Die 26 Räume für jeweils zwei Personen lassen sich bei Bedarf in sechs Wohnungen umbauen. Landrat Dr. Gericke betonte, vor welch großen Herausforderungen die Kommunen bei der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge stehen. „Ich freue mich, dass die Integration der Menschen, die eine dauerhafte Bleibeperspektive haben, bei uns im Kreis besser klappt als in Großstädten – nicht zuletzt wegen der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger“, sagte der Landrat.

Ein großes Bauvorhaben in der Ortsmitte erläuterte anschließend Architekt Markus Schöfbeck. Auf dem früher vom Autohaus Dartmann genutzten Gelände entstehen bis 2019 insgesamt 24 barrierefreie Eigentumswohnungen sowie sechs Reihenhäuser. Alle Einheiten erhalten Tiefgaragenplätze. Weitere Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte werden auf dem Elberich-Gelände geschaffen. Dort erklärte Bürgermeister Seidel, dass es erfreulich schnell gelungen sei, in Kooperation mit den Grundstückseigentümern, dem Kreisjugendamt sowie dem Evangelischen Kirchenkreis Münster (Träger) die Kita-Planung in das Projekt zu integrieren. „Alle Beteiligten haben dabei Hand in Hand gearbeitet“, waren sich Bürgermeister und Landrat einig. Das galt auch für den Umbau der Hoetmarer Straße (Kreisstraße 20) im Bereich des Baugebietes Möllenkamp III. Am 15. September soll die Straße wieder befahrbar sein.

Mit jährlich ca. 120.000 Besuchern ist das Vitus-Bad ein wichtiger Standortfaktor in Everswinkel. „Ein Umbau in den kommenden Monaten für 1,1 Mio. € soll dafür sorgen, dass das Bad noch attraktiver und gleichzeitig energetisch saniert wird“, erläuterte Hermann-Josef Jansen, Geschäftsführer der Gemeindewerke. „Als Familienbad ziehen wir auch Besucher aus dem weiten Umkreis an“, ergänzte Schwimmmeister Jörg Witkowski.
Der Landrat zu Gast im Vitus-Bad
Den bevorstehenden Vitus-Bad-Umbau erläuterte Bürgermeister Sebastian Seidel (1.v.r.) Landrat Dr. Olaf Gericke (5.v.r.) im Rahmen der Radtour. Mit dabei waren (v.l.n.r.): Bernd Schumacher, Petra Michalczak-Hülsmann, Dr. Stefan Funke, Thomas Stohldreier, Jacqueline Pham, Michael Ottmann, Dorothea Pottebaum, Jörg Witkowski, Hermann-Josef Jansen und Carsten Rehers - (Fotos: Kreis Warendorf)
Nur wenige Meter weiter ließ sich die Gruppe den neuen multifunktionalen Raum im Vitus-Sportcenter erläutern. „Er wird u.a. für den Integrationskurs der Flüchtlinge, aber auch Schulungen des Kreissportbundes benutzt“, erläuterte der Vorsitzende des SC DJK, Josef Riesenbeck.

In Alverskirchen war die seit 1870 in der Bauerschaft Püning bestehende Brennerei Gerbermann der Schlusspunkt der Landratsradtour. Der Betrieb wird derzeit umgebaut. „Wir möchten ab 2018 als gläserne Brennerei Besuchergruppen begrüßen“, erklärten Anne und André Gerbermann. „Es ist toll, wenn die junge Generation einen Betrieb mit neuen Ideen weiterführt“, zeigte sich der Landrat begeistert von dem Projekt, das auch touristisch interessant sei. „Das wird ein weiteres Aushängeschild unserer Gemeinde werden“, ergänzte Bürgermeister Seidel abschließend.
Zu Besuch bei der Brennerei Gerbermann
Die künftige gläserne Brennerei erklärten André und Anne Gerbermann (1. und 2 v.r.) den Besuchern
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