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fair.bunt.praxis findet Zustimmung der Ministerin

Bestandssicherheit für Verbundschule

Die Verbundschule und die Gemeinde als Schulträger wollen gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (KH) mehr Praxisanteile in den Unterricht bringen. „Die Zahl der Verbundschulabsolventen, die nach der Schule direkt in eine Ausbildung starten, liegt bei rund 24 % Prozent, denn viele Absolventen gehen erst einmal weiter zur Schule ohne eine klare berufliche Perspektive vor Augen zu haben“, äußert sich Schulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter. Gerade auch aufgrund des Fachkräftebedarfs in Handwerk und Industrie erfordert dies neue Wege. „Wir müssen frühzeitig anfangen, die Kinder mit den verschiedenen handwerklichen Berufen zusammenzubringen, um ihnen passgenaue Perspektiven für ihre Zukunft aufzuzeigen“, formuliert Bürgermeister Sebastian Seidel die Hintergründe der Zusammenarbeit. Dies findet auch Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, so dass er sofort ja sagte, als Seidel ihn fragte, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. „Handwerk hat goldenen Boden und bietet vielfältigste Möglichkeiten. Eine betriebliche Lehre im Dualen Ausbildungssystem ist eine gute, solide Grundlage für einen Start ins Berufsleben. Ich selbst habe zunächst den handwerklichen Karriereweg vom Auszubildenden bis zum Meister durchlaufen“, so Tischner. Auch die Schulaufsicht bei der Bezirksregierung Münster mit Abteilungsleiter Wolfgang Weber an der Spitze steht hinter dem Projekt.

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird in den Hauptschulklassen 5 und 6 in jedem Halbjahr ein anderer Themenschwerpunkt mit praktischen Anteilen wie Besuchen der Schüler in Betrieben, Besuchen von Betrieben in der Schule und vor allem auch die Erarbeitung von Werkstücken in den Unterricht eingebaut. „Natur & Erleben“, „Haushalt & Ernährung“, „Gestaltung & Mehr“ sowie „Holz & Co!“ heißen die Module. Die Bereiche „Metall & Elektro“ sowie „Soziales Miteinander“ sind in Vorbereitung. „Wir sind hier schon gut aufgestellt, aber wollen das nun vertiefen. Denn so können wir die Schüler ihren Talenten und Fähigkeiten entsprechend fördern und ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen“, begründet Schulleiter Kneilmann-Uekötter.

In einem gemeinsamen Termin stellten nun Bürgermeister Sebastian Seidel, Schulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter und KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner dieses Projekt der Ministerin für Schule und Bildung, Yvonne Gebauer, in Düsseldorf vor. „Ich kann es nur begrüßen, dass die Verbundschule hier neue Wege geht. So können die Talente der Kinder gut gefördert werden“, zeigt sich die Ministerin begeistert.

Gute Nachrichten hatte die Ministerin bei diesem Gespräch auch für die Zukunft der Verbundschule im Gepäck. Zurzeit befassen Landtag und Landesregierung mit der Weiterentwicklung von Realschul- und Hauptschulbildungsgängen. Bestehende Schulen mit guten Strukturen gälte es weiter aufrechterhalten. Die Verbundschule Everswinkel gehöre dazu.

Das Projekt soll in den kommenden Wochen sowohl in den politischen Gremien der Gemeinde wie auch in der Schul- und Lehrerkonferenz der Verbundschule vorgestellt, besprochen und verabschiedet werden.
Gesprächstermin bei Ministerin Gebauer
Das Foto zeigt (v.l.): Stephan Krems, Wolfgang Weber (beide Bezirksregierung Münster), Hubertus Kneilmann-Uekötter (Verbundschule), KH-Hauptgeschäftsführer Frank Tischner, Ministerin Yvonne Gebauer, Bürgermeister Sebastian Seidel, Antonius Bäumker (KH), Thomas Stohldreier (Gemeinde)
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