Bürgermeister Seidel erklärt seine Befangenheit und übergibt die Sitzungsleitung an den stellvertretenden Bürgermeister Rotthege. Die Ratsmitglieder Effing und Stelthove erklären sich ebenso für befangen.

 

Zum Sachverhalt wird auf die Vorlage verwiesen.

 

Ratsmitglied Dr. Hamann erklärt, dass die SPD-Fraktion die Entwicklung der Baufläche „Bergkamp III“ mittragen werde, obwohl der Standort unglücklich sei und weiteren Verkehr auf der ohnehin kritischen Nord-Süd-Achse verursachen werde. Außerdem kritisiert er die Dauer der Ausweisung neuer Bauflächen und die Transparenz in dem Verfahren. Hier fordere er einen offenen Umgang zum Beispiel in Form von Bürgerversammlungen, wie man dies auch in anderen Fällen praktiziert habe. Mit Blick auf die hohe Zahl der Bewerber sei eine Bedarfsanalyse wünschenswert, da bereits jetzt absehbar sei, dass die zu entwickelnde Fläche nicht lange vorhalten werde. Deshalb sei es wichtig, sich bereits jetzt weitere Gedanken zu machen, wie man künftig damit umgehen wolle. Stichworte seien hier das Thema Nachverdichtung, Abstimmung mit der Bezirksregierung, wo weitere Flächen entwickelt werden könnten und allgemein die Ortsentwicklung.

 

Ratsmitglied Winkler erläutert, dass seine Fraktion sich bei der Entwicklung neuer Bauflächen schwertue. Aufgrund des hohen Drucks auf dem Wohnungsmarkt stimme man hier aber zu, wenn die zu entwickelnde Fläche effektiv genutzt werde, aber auch ausreichend Grünflächen enthalte. Zudem solle man Möglichkeiten suchen, eine Anbindung an den ÖPNV zu realisieren.

 

Die Ratsmitglieder Folker und Friedrich begrüßen die geplante Entwicklung der Wohnbaufläche. Die Kritik wegen mangelnder Transparenz könne man nicht nachvollziehen.

 

Gemeindeverwaltungsrat Reher erläutert, dass die Verwaltung sich entschieden habe, mit dem Versand der Ratsvorlagen auch die unmittelbaren Anlieger der „ersten Reihe“ zu informieren. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in Form einer Bürgerversammlung könne aber erst nach dem Beschluss zum Einstieg in das Verfahren erfolgen.