Die Vorstellung und Beratung erfolgt gemeinsam mit dem Ausschuss für Planung und Umweltschutz (PLU).

 

Das Büro energielenker Beratungs GmbH erläutert dabei durch Herrn David Sommer den allgemeinen Prozess und seine Ergebnisse. Herr Frederic Hoogen gibt die Ergebnisse aus dem energetischen Teil wieder (s. Präsentation Anlage 1).

 

M.Sc. Geogr. Elsbernd stellt die aus der Konzeptentwicklung generierten Maßnahmen für den  Beginn der Umsetzungsphase vor (Anlage 2).

 

Bürgermeister Seidel bedankt sich bei allen Mitwirkenden, die zur Entwicklung des Gemeindeentwicklungskonzeptes beigetragen haben. Das Ergebnis sei eine umfangreiche Arbeit von Maßnahmen, die dort ansetzen, wo der Schuh am meisten drücke. Es seien in der Vergangenheit Wünsche an die Gemeinde herangetragen worden, darüber nachzudenken, ob zwingend in dem Maße wie aktuell im Erdgeschoss nur Gewerbe zulässig sein müsse. Das werde nun mit der Überplanung des Ortskerns Everswinkel angepackt. Ebenso fehle beispielsweise in Alverskirchen altengerechter Wohnraum, und es gebe mit diesem Konzept nun eine Perspektive für die stark zunehmende Menge an älteren Menschen. Dabei werde auch die Barrierefreiheit eine Rolle spielen und in diesem Zuge solle auch das Areal um den Kirchplatz und die Kastanien attraktiviert werden. Die dritte Maßnahme –Barrierefreiheit im Everswinkeler Ortskern und den Achsen dorthin – sei vor dem Hintergrund wichtig, dass nach den Zahlen von IT.NRW die Kohorte der in 2040 über 80-jährigen um 184 % zunehme. Es handele sich dabei aber nicht um die Folge von Zuzügen, sondern um die Babyboomer-Generation, die bereits in der Gemeinde lebe. Da es wünschenswert sei, dass sie das auch künftig in der Gemeinde leben könnten, sei es eine wichtige Aufgabe, Straßen, Wege und Plätze barrierefrei zu gestalten.

 

Ratsmitglied Dr. Hamann findet es sehr schade, dass man im letzten Stadium des Konzepts die Bürger nicht mehr dabei habe. Insgesamt sei er mit dem Ergebnis sehr zufrieden, auch mit allen Maßnahmen des Leitbildes wie „Schaffung preiswerten Wohnraums“, „Verkehrsentlastung“ etc.. Das alles seien aber Dinge, die die SPD in den vergangenen Jahren gefordert habe, entsprechende Anträge aber abgelehnt worden seien. Über die 3 konkret anzugehenden Maßnahmen solle man aber erst diskutieren und nicht gleich auch Änderungen im Ortskern beschließen. Er beantrage daher, zunächst das Gesamtkonzept zu beschließen und dann getrennte Beschlüsse über die Maßnahmen zu fassen.

 

Sachkundige Bürgerin Schniggendiller (Bez.A.) bedankt sich für die gelungene Ausarbeitung des Konzepts, in der sich viele ihrer Forderungen wie „Klimagerechtigkeit“ und „Altengerechtigkeit“ wiederfinden. Leider sei die Bürgerbeteiligung aber ins Stocken geratenen. Sie ist der Auffassung, dass es jetzt in der finalen Phase keine ausreichende Bürgerbeteiligung mehr gegeben habe. Es müsse über das Konzept an sich und über die vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen getrennt abgestimmt werden. Sie beantragt daher, das Konzept zunächst zur Kenntnis zu nehmen, die Maßnahmen aber erst unter Einbeziehung einer weiteren Bürgerbeteiligung zu verabschieden.

 

Ratsmitglied Stelthove (PLU) erklärt, dass das Konzept in der Kürze der Zeit zu umfangreich und zu kurzfristig vorliege, man es heute daher zunächst nur zur Kenntnis nehmen solle.

 

Vorsitzender Gerbermann (Bez.A.) lobt den perfekten Vortrag des Konzepts. Corona habe man nicht verhindern können, die Bürger hätten sich aber in vielen Bereichen einbringen können.

 

Ratsmitglied Dr. Hamann (PLU) erklärt, dass – wenn das nun mit „brachialer Gewalt durchgeprügelt werden solle“ – man sich bezüglich des Gesamtbeschlusses nur enthalten könne.