Sitzung: 13.08.2020 Ausschuss für Planung, Umwelt- u. Klimaschutz
Vorlage: 043/2020
Die
Vorstellung und Beratung erfolgt gemeinsam mit dem Ausschuss für Planung und
Umweltschutz (PLU).
Das
Büro energielenker Beratungs GmbH erläutert dabei durch Herrn David Sommer den
allgemeinen Prozess und seine Ergebnisse. Herr Frederic Hoogen gibt die
Ergebnisse aus dem energetischen Teil wieder (s. Präsentation Anlage 1).
M.Sc. Geogr. Elsbernd stellt die aus der
Konzeptentwicklung generierten Maßnahmen für den Beginn der Umsetzungsphase vor (Anlage 2).
Bürgermeister Seidel bedankt sich bei allen
Mitwirkenden, die zur Entwicklung des Gemeindeentwicklungskonzeptes beigetragen
haben. Das Ergebnis sei eine umfangreiche Arbeit von Maßnahmen, die dort
ansetzen, wo der Schuh am meisten drücke. Es seien in der Vergangenheit Wünsche
an die Gemeinde herangetragen worden, darüber nachzudenken, ob zwingend in dem
Maße wie aktuell im Erdgeschoss nur Gewerbe zulässig sein müsse. Das werde nun
mit der Überplanung des Ortskerns Everswinkel angepackt. Ebenso fehle
beispielsweise in Alverskirchen altengerechter Wohnraum, und es gebe mit diesem
Konzept nun eine Perspektive für die stark zunehmende Menge an älteren
Menschen. Dabei werde auch die Barrierefreiheit eine Rolle spielen und in
diesem Zuge solle auch das Areal um den Kirchplatz und die Kastanien
attraktiviert werden. Die dritte Maßnahme –Barrierefreiheit im Everswinkeler
Ortskern und den Achsen dorthin – sei vor dem Hintergrund wichtig, dass nach
den Zahlen von IT.NRW die Kohorte der in 2040 über 80-jährigen um 184 %
zunehme. Es handele sich dabei aber nicht um die Folge von Zuzügen, sondern um
die Babyboomer-Generation, die bereits in der Gemeinde lebe. Da es
wünschenswert sei, dass sie das auch künftig in der Gemeinde leben könnten, sei
es eine wichtige Aufgabe, Straßen, Wege und Plätze barrierefrei zu gestalten.
Ratsmitglied
Dr. Hamann findet es sehr schade, dass man im letzten Stadium des Konzepts die
Bürger nicht mehr dabei habe. Insgesamt sei er mit dem Ergebnis sehr zufrieden,
auch mit allen Maßnahmen des Leitbildes wie „Schaffung preiswerten Wohnraums“,
„Verkehrsentlastung“ etc.. Das alles seien aber Dinge, die die SPD in den
vergangenen Jahren gefordert habe, entsprechende Anträge aber abgelehnt worden
seien. Über die 3 konkret anzugehenden Maßnahmen solle man aber erst
diskutieren und nicht gleich auch Änderungen im Ortskern beschließen. Er
beantrage daher, zunächst das Gesamtkonzept zu beschließen und dann getrennte
Beschlüsse über die Maßnahmen zu fassen.
Sachkundige
Bürgerin Schniggendiller (Bez.A.) bedankt sich für die gelungene Ausarbeitung
des Konzepts, in der sich viele ihrer Forderungen wie „Klimagerechtigkeit“ und
„Altengerechtigkeit“ wiederfinden. Leider sei die Bürgerbeteiligung aber ins
Stocken geratenen. Sie ist der Auffassung, dass es jetzt in der finalen Phase
keine ausreichende Bürgerbeteiligung mehr gegeben habe. Es müsse über das
Konzept an sich und über die vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen getrennt
abgestimmt werden. Sie beantragt daher, das Konzept zunächst zur Kenntnis zu
nehmen, die Maßnahmen aber erst unter Einbeziehung einer weiteren
Bürgerbeteiligung zu verabschieden.
Ratsmitglied Stelthove (PLU) erklärt, dass das Konzept
in der Kürze der Zeit zu umfangreich und zu kurzfristig vorliege, man es heute
daher zunächst nur zur Kenntnis nehmen solle.
Vorsitzender
Gerbermann (Bez.A.) lobt den perfekten Vortrag des Konzepts. Corona habe man
nicht verhindern können, die Bürger hätten sich aber in vielen Bereichen
einbringen können.
Ratsmitglied Dr. Hamann (PLU) erklärt, dass – wenn das nun mit „brachialer Gewalt durchgeprügelt werden solle“ – man sich bezüglich des Gesamtbeschlusses nur enthalten könne.
