Sitzung: 03.12.2020 Ausschuss für Planung, Umwelt- u. Klimaschutz
Vorlage: 061/2020
Gemeindeverwaltungsrat
Reher merkt an, dass TOP 3 ö.T. und TOP 4 ö.T. in einer Präsentation
zusammengefasst seien. Die Beratung erfolge zusammen, die Beschlussfassung
getrennt.
Herr
Loh (Büro für Stadtplanung und Kommunalberatung Tischmann Loh aus
Rheda-Wiedenbrück) stellt seine Präsentation zur 36. Änderung des Flächennutzungsplans
und zum Bebauungsplan Nr. 59 „Bergkamp III“ vor.
Ratsmitglied
Dr. Hamann sagt, dass es derzeit kein weiteres Bauland in Everswinkel gebe und
keine Alternativen vorhanden seien. Dieses Baugebiet sei ungünstig
positioniert. Dieser Standort habe viele Nachteile, wie z.B. das kommende hohe
Verkehrsaufkommen auf der Nord-Süd-Achse. Allerdings könne man auch positive
Entwicklungen erkennen. Es werde im Kreuzungsbereich Freckenhorster Straße /
Warendorfer Straße ein Kreisverkehr geplant. Dadurch werde der Verkehr
entlastet. Die Bevölkerungsentwicklung müsse beobachtet werden. Es müsse genau
hingeschaut werden, wo der Bedarf sei, es dürfte kein Leerstand entstehen. Die
Gesamtbevölkerung in Deutschland gehe zurück. Ein weiterer positiver Aspekt sei
das Angebot von alternativen Energien zum Beheizen der Wohnungen im geplanten
Baugebiet. Die SPD-Fraktion stimme dem Gesamtkonzept daher weiterhin zu, die
Nachteile würden durch die positiven Aspekte ausgeglichen.
Ratsmitglied
Schniggendiller erklärt, sie habe sich lange zusammen mit der Fraktion Bündnis
90/Die Grünen beraten. Sie verliest eine Stellungnahme, die sie als Anlage zur
Niederschrift gibt (Anlage 1).
Ratsmitglied
Dr. Hamann möchte klarstellen, dass der soziale Wohnungsbau ein sehr wichtiger
Aspekt sei. In der Begründung zum Bebauungsplan stünden auf Seite 15 die
zentralen Ziele und Planinhalte. Dabei sei die Schaffung der städtebaulichen
Rahmenbedingungen zur Realisierung von gefördertem Wohnungsbau in der Größe von
30% der gesamten Bruttogeschossfläche im Plangebiet. Sozialer Wohnungsbau könne
auch durch Privatpersonen und nicht nur durch Investoren ermöglicht werden.
Bürgermeister
Seidel sagt, dass die Gemeinde sich an den Bebauungsplan und an die Begründung
halten werde. Diese Aspekte müsse man mit den Käufern vertraglich absichern.
Gemeindeverwaltungsrat
Reher fügt hinzu, dass es keine Änderungen in den Festsetzungen für den
sozialen Wohnungsbau gegeben habe. Es gebe weiterhin das Angebot an
Einfamilien-, Mehrfamilien- und Doppelhäusern. Allerdings sei die Nachfrage
nach Einfamilienhäusern sehr viel höher. Eine “Handvoll“ Interessenten für die
Errichtung von Mehrfamilienhäusern im sozialen Wohnungsbau gebe es aber schon.
Im Umlegungsverfahren hätten Alteigentümer die Möglichkeit, einzelne Grundstücke
zu behalten oder in Geld abgefunden zu werden, deshalb sei die
Gesamtkalkulation noch schwierig.
Ratsmitglied
Schniggendiller gibt an, dass es keinen Finanzierungsplan und keine Kalkulation
gebe. Es sei alles zu ungenau, es könne nicht gesagt werden, wie hoch die
Einnahmen seien.
Ratsmitglied
Gerbermann sagt, dass die CDU-Fraktion dahinter stehe. Es gebe keine perfekte
Lösung, Kompromisse müssten eingegangen werden. Der Bestand der Gemeinde müsse
sich weiterentwickeln. Die vorhandene Infrastruktur müsse man aufrechterhalten.
Ratsmitglied
Heumann sagt, dass die FDP-Fraktion den Beschluss mittragen werde. Die Fraktion
habe aus der Bevölkerung viele Rückmeldungen erhalten, dass Wohnraum gesucht
werde. Preiswerter Wohnraum sei nur möglich, wenn ein neues Baugebiet
ausgewiesen werde. Das Gleichgewicht Angebot und Nachfrage müsse passen.
Nachdem
sich keine weiteren Fragen mehr ergeben, ergeht auf Vorschlag des Vorsitzenden
Thiemann folgender
