Sitzung: 01.02.2024 Ausschuss für Planung, Umwelt- u. Klimaschutz
Vorlage: 001/2024
Herr Reher erläutert die Vorlage zur 37. Änderung des Flächennutzungsplans zur Aufhebung der Eignungsbereiche für Windenergie.
Ratsmitglied Schniggendiller stellt den Antrag, den Ausschuss zu öffnen, damit eine anwesende Bürgerin sich zu Wort melden kann.
Abstimmung: einstimmig
Eine Bürgerin sagt, sie sei geschockt über die riesigen Windräder in der Großen Heide. Das schöne Landschaftsbild sei dadurch völlig zerstört worden. Man müsse auch an die Menschen denken, der Anblick sei sehr belastend.
Bürgermeister Seidel erklärt, dass die Planung schon einige Jahre zurück liege. Er könne ihre Belange nachvollziehen und verstehen. Jedoch müsse man sich darüber im Klaren sein, dass sich das Landschaftsbild verändere, wenn ein Land aus der Kohle- und Kernenergieerzeugung und neuerdings auch noch aus der Energieerzeugung mit Gas aussteige.
Herr Reher ergänzt, dass es momentan in der Großen Heide sehr „wild“ aussehe. Dort sei eine große Baustelle mit Kränen und Baustraße eingerichtet. Nach Fertigstellung werde sich das ganze Bild wieder beruhigen.
Weitere Wortmeldungen ergeben sich nicht. Der Ausschuss wird wieder geschlossen.
Ratsmitglied Heumann sieht die Änderung des Flächennutzungsplans kritisch, da noch kein gültiger Regionalplan existiere. Man solle doch die Aufhebung noch etwas hinauszögern. Sie möchte wissen, wann der neue Regionalplan in Kraft treten werde.
Herr Reher erklärt, dass der Kreis Warendorf den Flächennutzungsplan der Gemeinde nicht mehr zugrunde lege und auch nicht mehr anwende, da dieser an einem offensichtlichen Mangel leide. Der Regionalplan werde frühestens Ende 2024 in Kraft treten. Die Bezirksregierung habe über 1000 Stellungnahmen, die noch abgearbeitet werden müssten. Eine genaue Zeitschiene sei schwer vorherzusagen.
Bürgermeister Seidel erklärt nochmals, dass der Flächennutzungsplan für den Kreis Warendorf nicht mehr relevant sei. Windenergieanlagen seien privilegiert.
