Sitzung: 29.06.2009 Schul-, Sport- und Kulturausschuss
Vorlage: 072/2009
Beschluss:
Der Schul-, Sport- und Kulturausschuss empfiehlt dem Gemeinderat folgenden Beschluss:
Der Gemeinderat beschließt die Planungen zur Durchführung der baulichen Maßnahmen zur Verbundschule Everswinkel vorbehaltlich der Bereitstellung finanzieller Mittel in den Folgejahren baulich umzusetzen.
Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Basis des Beratungsergebnisses zu den vorgestellten Pläne einen entsprechenden Bauantrag zu stellen, so dass im Jahr 2010 mit dem Bau begonnen werden kann. Geringfügige Änderungen sollen umfasst sein.
Abstimmung: einstimmig
Bürgermeister Banken erläutert zunächst die Vorgehensweise der Erarbeitung des konkretisierten Planungskonzeptes für die vorläufige Genehmigungsplanung. Er weist deutlich auf die Beteiligung der Schule, der Projektgruppe, des Architekturbüros Altefrohne und der Gemeindeverwaltung beim Planungsprozess hin. Die demographische Entwicklung der Schülerzahlen sei dabei stets bedacht worden.
Herr Altefrohne stellt im Anschluss die konkretisierten Planungen für den Um- und Neubau der Verbundschule Everswinkel vor. Er erläutert ausführlich die Pläne für alle drei Etagen des bestehenden Gebäudeteiles sowie des Neubaus, die als Anlage 1 der Niederschrift beigefügt sind.
Verwaltungsbetriebswirt Stohldreier erläutert ausführlich die Änderungen zur Ursprungsplanung und das neue bedarfsgerechte Raumprogramm. Er stellt anschließend die finanziellen Auswirkungen der konkretisierten Planung im Vergleich zur Ursprungsplanung mit groben Kostenschätzungen dar. Hiernach sei mit Kosten in Höhe von rd. 4,7 Mio € zu rechnen. Allerdings handele es sich hierbei weiterhin nur um Kostenschätzungen, da erst die Ausführungsplanungen und das Ausschreibungsverfahren die tatsächlichen Kosten liefern könnten. Die neue Kostenschätzung aufgrund des geänderten Raumprogramms sei aber anhand von derzeitigen Marktpreisen ermittelt worden.
Im Anschluss an die Erläuterungen werden einige Verständnisfragen der Ausschussmitglieder zu den Planungen beantwortet. In diesem Zusammenhang wurde auch die Anfrage aus der letzten Projektgruppensitzung zur Treppenhausalternative im Verbindungsgang beantwortet.
Frau Kleine Büning führt dazu aus, dass die Treppenhausalternative mehrere Probleme mit sich bringe. Der geschlossene zusätzliche Verbindungsgang im Erdgeschoss verhindere den offenen Durchlass zwischen den Schulhöfen. Die Treppenläufe im Verbindungsgang müssten durch die SchülerInnen in jeder Etage zeitaufwändig umlaufen werden. Zudem favorisiere die Schule die ursprüngliche Planung. Durch die Verlegung des Treppenhauses könne eine Kostenersparnis in Höhe von 190.000,- € erzielt werden. Der Ausschuss spricht sich für die ursprüngliche Planung mit den zwei Treppenhäusern im Neubaugebäude aus.
Ratsmitglied Richter resümiert für die CDU-Fraktion, dass eine überzeugende, bedarfsangemessene Planung erstellt worden sei, in der sogar der Spagat der 3,5-Zügigkeit gelungen sei. Die Detailplanung sei gut durchdacht worden und eine hohe Variabilität der Räume sei ebenfalls berücksichtigt worden. Die höheren Kosten auf Grund der durch die gestiegenen Anmeldezahlen weiteren Anforderungen an das Raumprogramm bringe einen Gewinn für die Schule. Daher stimme die CDU-Fraktion den Planungen zu.
Ratsmitglied Brockmann schließt sich für die FDP-Fraktion den Äußerungen des Vorredners an. Die FDP-Fraktion stimme den gut durchdachten Planungen ebenfalls zu.
Ratsmitglied Winkler stimmt für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen den Planungen zu und ergänzt, dass ein Mehrwert gegeben sei.
Sachkundiger Bürger Dr. Hamann erklärt für die SPD-Fraktion, dass man über die guten Anmeldezahlen positiv überrascht sei und dass die Mehrkosten durch die Erweiterung des Raumangebots gut investiertes Geld sei. Auch die Überlegungen zu alternativen Energien, wie eine Photovoltaikanlage seien zu befürworten. Die gelungene Planung sei so in Angriff zu nehmen.
