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Aktuelles

Neues Pflaster für die Vitusstraße

Im Bau- und Infrastrukturausschuss am 09.06.2026 wurde über mögliche Einsparmöglichkeiten im Rahmen der Ortskernumgestaltung beraten. Dabei ging es auch um die Materialität der neuen Oberflächen. Für die Vitusstraße standen hierbei zwei Varianten zur Diskussion: Die gesamte Oberfläche in Naturstein (Granit) oder die Fahrbahn in Betonstein sowie die Fußwege in Naturstein herzustellen.

Um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger miteinzubeziehen, wurde daher beschlossen, die Meinung und Anregungen der Bevölkerung abzufragen.

Die Teilnahme an der Umfrage, sowie alle weiteren Informationen zu den beiden Pflasteroptionen finden Sie hier

Attraktivierung Ortskern Everswinkel

Das historische Viereck im Zentrum von Everswinkel soll in den kommenden Jahren schrittweise neugestaltet werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, den Ortskern aufzuwerten und neue Begegnungsräume für Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

Vom Gemeindeentwicklungskonzept zur Ortskernumgestaltung

Mit dem im Jahr 2020 verabschiedeten Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) wurde der Grundstein für die Neugestaltung des Ortskerns gelegt. Im Rahmen verschiedener Beteiligungsformate wurde deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger eine höhere Aufenthaltsqualität im Ortskern wünschen. 

Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt. Diese umfassen unter anderem die Umgestaltung des Magnusplatzes, des Kirchplatzes St. Magnus sowie der Vitusstraße. Mit der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) im Jahr 2023 wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Fördermittel aus der Städtebauförderung zu beantragen.

Förderung

Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm 2025 hat sich die Gemeinde eine Förderzusage gesichert. Im Rahmen der Erstbewilligung wurden bereits 840.000 € (50 % der veranschlagten Kosten von 1.680.000€) für begleitende Maßnahmen und Planungskosten bewilligt. Auch in den kommenden Jahren sind weitere Fördermittel für die Ortskernentwicklung vorgesehen.

Städtebaulicher Wettbewerb

Am 05. Juli 2023 startete der städtebauliche Wettbewerb „Attraktivierung Ortskern Everswinkel“. Während der einmonatigen Bewerbungsphase bekundeten 17 Planungsbüros ihr Interesse an einer Teilnahme. Da für den Wettbewerb lediglich 15 Büros zugelassen werden sollten und bereits vier Büros durch die Gemeinde gesetzt waren, entschied das Los über die Auswahl der weiteren Teilnehmenden. Nach einer späteren Absage nahmen schließlich 14 Planungsbüros am Wettbewerb teil. 

Im Rahmen eines Kolloquiums erhielten die teilnehmenden Büros die Möglichkeit, Fragen zur Planungsaufgabe zu stellen und sich vor Ort einen Eindruck von Everswinkel zu verschaffen. Anschließend begann die Bearbeitungsphase. 

Im November 2023 reichten neun Landschaftsarchitekturbüros ihren Entwurf für die Neugestaltung des Ortskerns ein. Über die eingereichten Entwürfe entschied am 16. Januar 2024 ein Preisgericht, das sich aus Fachpreisrichtern und Fachpreisrichterinnen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Politik, Kirchengemeinde und Kaufmannschaft zusammensetzte. Als Sieger ging das Planungsbüro Grieger Harzer Dvorak Landschaftsarchitekten mit dem Entwurf „Ein Platz im Garten“ hervor. Dieser Entwurf bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Ortskernumgestaltung. 

Im Anschluss an die Preisgerichtssitzung wurden alle eingereichten Entwürfe zwei Wochen lang im Rathaus ausgestellt.

Kirchplatz St.Magnus

Der Kirchplatz St. Magnus bildet das Herzstück der Ortskernumgestaltung. Durch den geplanten Rückbau der Mauer öffnet sich der Platz und schafft eine einladende Aufenthaltsfläche. Anstelle der Mauer entsteht künftig eine großzügige Treppenanlage. 

Die vorhandene Natursteinpflasterung bleibt erhalten und wird fachgerecht ausgebessert. Gleichzeitig sorgen neue ovale Staudenbeete für eine deutliche Entsiegelung der Fläche und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas. Entlang der neuen Treppenanlage sowie an den Staudenbeeten entstehen neue Sitzgelegenheiten. Der durch hochwertige Pflastersteine hervorgehobene „Hochzeitsweg“ führt künftig zum Standesamt im Heimathaus. Eine indirekte Beleuchtung in den Staudenbeeten setzt den neuen Kirchplatz auch in den Abendstunden stimmungsvoll in Szene.

Ortskernumgestaltung_Kirchplatz

Vitusstraße

Auch die Vitusstraße erhält ein neues Erscheinungsbild. Eine hochwertige Pflasterung verbessert den Komfort für alle Verkehrsteilnehmenden. Darüber hinaus soll insbesondere der Radverkehr gestärkt werden. Entlang der Vitusstraße entstehen ausreichend Fahrradbügel, ergänzt durch neue Sitzmöglichkeiten, die bislang fehlen.

ortskernumgestaltung_Vitusstrasse

Magnusplatz

Der Magnusplatz wird durch die Anlage großzügiger ovaler Staudenbeete deutlich entsiegelt. Die integrierten Sitzbereiche schaffen neue Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten. Auf Initiative von Bürgerinnen und Bürgern wird zudem eine Boulebahn im Schatten der Bäume angelegt. Der „Schweinchenbrunnen“ wird zentral vor dem Rathaus neu positioniert und durch Wasserdüsen ergänzt, die insbesondere an warmen Sommertagen für Abkühlung sorgen.

Der Trubel spielt sich zukünftig auf dem „Gemeindeteppich“ aus Granitstein ab. Die angrenzenden Flächen erhalten eine hochwertige Betonsteinpflasterung. Zum Bereich Magnusplatz gehören neben dem Platz selbst auch die drei Zuwegungen von der Hovestraße, Warendorfer Straße und Vitusstraße.

Ortskernumgestaltung_Magnusplatz

Wegeverbindung Heimathaus

Der Verbindungsweg zwischen dem Kirchplatz St. Magnus und dem Magnusplatz erhält ebenfalls eine neue Pflasterung. In diesem Zuge wird auch der Garten des Heimathauses aufgewertet. Durch eine zusätzliche Öffnung, neue Bepflanzung und Sitzmöglichkeiten lädt dieser zukünftig zum Verweilen ein – ob im Zuge einer Trauung im Heimathaus oder für eine kleine Pause mit einem guten Buch.

Parkplatz Brunnenstraße

Der Parkplatz Brunnenstraße wird neu strukturiert und erhält dadurch größere sowie komfortablere Parkbuchten. Zusätzlich wird der Zugang zum Parkplatz durch eine neue Rampe im Bereich Rathaus ergänzt, während die bestehende Rampe als Zugang zu den Ladenlokalen erneuert wird.

Die Parkflächen und weitere Teile des Parkplatzes werden durch Rasengittersteine teilentsiegelt. Die Asphaltierung der Gehbereiche stellt gleichzeitig sicher, dass die Begehbarkeit weiterhin uneingeschränkt gewährleistet ist.

Ortskernumgestaltung_Pflaster_BrunnenstrasseParkplatz

Einen vertiefenden Einblick in die aktuelle Planung erhalten Sie hier.

Städtebauförderung ist mehr als eine bauliche Umgestaltung

Die Städtebauförderung unterstützt nicht nur die bauliche Umgestaltung des Ortskerns, sondern auch Maßnahmen zur Stärkung des privaten Engagements.

Diese Maßnahmen gelten nicht nur für das historische Viereck, sondern für das gesamte festgelegte „Stadtumbaugebiet“.

Stadtumbaugebiet

Quartiersmanagement

Das Quartiersmanagement in Everswinkel begleitet die Entwicklung des Ortskerns über die bauliche Umgestaltung hinaus. Die Quartiersmanager des Planungsbüros „Stadtkinder“ fungieren als Schnittstelle zwischen der Gemeinde Everswinkel sowie den Bürgerinnen und Bürgern.
Zu ihren Aufgaben gehört die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Projekt. Darüber hinaus fördern sie durch Beteiligungsformate, Veranstaltungen und den direkten Austausch den gemeinschaftlichen Entwicklungsprozess im Ortskern.
Das Quartiersmanagement nimmt seine Arbeit voraussichtlich nach den Sommerferien 2026 auf. 

Hof- und Fassadenprogramm

Damit nicht nur der Ortskern in neuem Glanz erstrahlt, sondern auch die Gebäude im Ortskernbereich aufgewertet werden, steht Eigentümerinnen und Eigentümern das Hof- und Fassadenprogramm zur Verfügung. 

Gefördert werden Maßnahmen zur Erneuerung und gestalterischen Aufwertung von Fassaden, Höfen und sonstigen sichtbaren Außenbereichen. Ziel ist es, das Erscheinungsbild des Ortskerns nachhaltig zu verbessern und private Investitionen zu unterstützen.

Das Förderprogramm startet voraussichtlich im Januar 2027.

Verfügungsfond

Der Verfügungsfond unterstützt das private Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zur Entwicklung des Ortskerns. Für kleinere Projekte und Maßnahmen, die zur Attraktivierung und Belebung des Ortskerns beitragen, können finanzielle Zuschüsse beantragt werden. 

Gefördert werden nur nicht kommerzielle Projekte. Die Finanzierung setzt sich in gleichen Teilen aus öffentlichen und privaten Finanzmitteln zusammen. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung. 

Der Verfügungsfond startet voraussichtlich im Januar 2027.

Vergangene Ausschüsse und Beratungen:

FAQ

Was ist Städtebauförderung?

Die Städtebauförderung ist ein Förderprogramm von Bund und Ländern. Ziel ist es, Städte und Gemeinden nachhaltig weiterzuentwickeln und Ortskerne als attraktive Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandorte zu stärken.
Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Aufwertung von Plätzen, Straßen und öffentlichen Räumen unter Berücksichtigung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. Grundlage der Förderung ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) in dem die geplanten Maßnahmen festgelegt werden.

Die Gemeinde Everswinkel hat mit politischem Beschluss vom 03.09.2024 einen Antrag auf Städtebauförderung für das Programmjahr 2025 gestellt und wurde erfolgreich in das Förderprogramm aufgenommen. Dadurch erhält die Gemeinde eine Förderung in Höhe von 50 % der förderfähigen Kosten.

Weitere Informationen zur Städtebauförderung erhalten Sie hier

Warum machen wir das überhaupt?

Im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzeptes (GEK) wurde durch eine umfassende Bürgerbeteiligung deutlich, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger einen lebendigeren und attraktiveren Ortskern wünschen. Hierbei ging es insbesondere um zusätzliche Sitzgelegenheiten, einer höheren Aufenthaltsqualität sowie einer verbesserten Barrierefreiheit. Diese Themen spielen daher auch bei der Planung der Ortskernumgestaltung eine zentrale Rolle.

Da zudem viele Oberflächen und Aufenthaltsbereiche im Ortskern bereits mehrere Jahrzehnte alt sind, bietet die Städtebauförderung die Möglichkeit, diese zukunftsfähig zu gestalten. Gleichzeitig sollen Maßnahmen zur Klimaanpassung berücksichtigt werden.

Was kostet die Umgestaltung des Ortskerns?

Die Baukosten für die Ortskernumgestaltung belaufen sich nach dem Planungsstand vom 19.12.2025 auf 6,642 Mio. Euro. Die Planung befindet sich derzeit in der Leistungsphase 5 „Ausführungsplanung“. Nach Abzug der Städtebauförderung (Parkflächen sind von der Förderung ausgenommen) beträgt der voraussichtliche Eigenanteil der Gemeinde derzeit 3,464 Mio. Euro.

Hinzu kommen weitere Kosten i. H. v. 831.750 € für Planungsleistungen (LP 6-9), das Quartiersmanagement, das Hof- und Fassadenprogramm, den Verfügungsfonds, Informations- und Leitsysteme sowie weitere Maßnahmen zur gestalterischen Aufwertung des Ortskerns. Auch bereits durchgeführte Maßnahmen wie der städtebauliche Wettbewerb, die Planungsleistungen LP 1-5 sowie die Erstellung des ISEK‘s sind mit 718.781,93 € Teil des gestellten Städtebauförderantrags. Auch diese Maßnahmen erhalten einen Fördersatz von 50 %.

Zudem prüft die Verwaltung fortlaufend weitere Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, um die finanzielle Belastung für die Gemeinde zu reduzieren – beispielsweise durch die Erstattung von Beiträgen nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG).

Die detaillierte Kostenaufstellung wurde im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz am 09.06.2026 vorgestellt und kann hier eingesehen werden. 

Welcher Bereich ist eigentlich gemeint?

Die Ortskernumgestaltung umfasst:

  • den Kirchplatz St. Magnus,
  • die Vitusstraße,
  • den Magnusplatz,
  • den Parkplatz Brunnenstraße,
  • die Wegeverbindung zwischen Magnusplatz und Kirchplatz entlang des Heimathauses
  • sowie die nördliche, östliche und südliche Zuwegung „Am Magnusplatz“.
Bereiche_Ortskernumgestaltung

Kommen als Anwohner Kosten auf mich zu?

Nein. Für Anwohnerinnen und Anwohner entstehen durch die Ortskernumgestaltung keine Kosten.

Wann beginnt die Umgestaltung des Ortskerns?

Die Planungen befinden sich derzeit in der Leistungsphase 5 „Ausführungsplanung“. Da noch Abstimmungen mit verschiedenen Beteiligten erforderlich sind, kann der Baubeginn derzeit noch nicht verbindlich terminiert werden.
Vorgesehen ist, die Umgestaltung mit dem Kirchplatz St. Magnus zu beginnen. Die Ausschreibungen sollen im Jahr 2027 erfolgen. Sobald ein konkreter Zeitplan feststeht, wird die Öffentlichkeit frühzeitig informiert.

Wird es zu Einschränkungen kommen?

Ja. Während der Bauarbeiten wird es zeitweise zu Einschränkungen für den Verkehr sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger kommen. Die Gemeinde wird sich bemühen, diese so gering wie möglich zu halten und rechtzeitig über die einzelnen Bauabschnitte zu informieren.

Warum würde es auch ohne Ortskernumgestaltung zu einer Baustelle kommen?

Auch unabhängig von der Ortskernumgestaltung müssten in den kommenden Jahren Investitionen in die öffentliche Infrastruktur erfolgen. Pflasterflächen und weitere Stadtelemente unterliegen einem natürlichen Verschleiß und müssen regelmäßig instandgesetzt oder erneuert werden.
Durch die Städtebauförderung können diese ohnehin anstehenden Maßnahmen jedoch mit einer umfassenden Aufwertung des Ortskerns verbunden werden. So entstehen nicht nur erneuerte Flächen, sondern auch mehr Aufenthaltsqualität, bessere Barrierefreiheit, eine klimaangepasste Gestaltung sowie zusätzliche Sitz- und Bewegungsmöglichkeiten.

Wie kann ich mich beteiligen?

Ihre Ideen und Anregungen können Sie jederzeit persönlich oder schriftlich an die Gemeinde richten.
Ansprechpartnerin ist Melina Schürmann (Tel. 02582 88-6320 oder bnvrswnkld).

Darüber hinaus steht Ihnen nach dem Start auch das Quartiersmanagement als Anlaufstelle für Fragen, Ideen und Anregungen zur Verfügung.

Sollten Sie weitere Fragen haben wenden Sie sich an Frau Melina Schürmann unter 02582 88-6320 oder per E-Mail unter melina.schuermann@everswinkel.de.

Städtebauförderung
 

Kontakt

Gemeinde Everswinkel
Am Magnusplatz 30
48351 Everswinkel

Melina Schürmann
Tel.: 02582 88 6320
bnvrswnkld